Geschichte

Die lange Geschichte unseres Unternehmens reicht zurück bis ins Jahr 1865, als die Regierung die Errichtung einer Filialapotheke in der Zirndorfer Spitalstraße 2 erlaubte. Schon 1869 erhielt der damalige Apotheker Hermann Michel die Konzession für eine selbständige Apotheke, die er unter dem Namen Adler-Apotheke im sogenannten "Glockengießerhaus" betrieb, in dem sich heute das Städtische Museum befindet. Als zwölf Jahre nach der Gründung, im Jahre 1877 das schöne Fachwerkhaus verkauft wurde, erwarb Apotheker Michel einen Bauplatz am Fürther Weg und errichtete dort durch Maurermeister Georg Wening ein neues Apothekengebäude aus Sandstein. Das Haus trug damals die Nummer 244 und wurde am 16.Oktober 1877 bezogen.

Dieser Neubau ist mit dem heutigen Gebäude der Gustav-Adolf-Apotheke identisch. Damit hat die Gustav-Adolf-Apotheke die längste Tradition im Landkreis Fürth und ist mit großem Abstand die älteste Apotheke Zirndorfs.

Die fortschreitende wirtschaftliche Vergrößerung Zirndorfs brachte es mit sich, dass zu dieser Zeit die bisherige, von dem Kammmacher Friedrich Andreä geführte Postablage in der Hauptstraße 1, zur Postexpedition aufgestuft wurde. Die staatliche Postverwaltung übertrug die Führung am 1. Dezember 1877 an Apotheker Michel, was auch für die damalige Zeit ein einmaliges Kuriosum in Bayern darstellte. Die Verbindung nach Fürth stellten zweimal tägliche Karriolfahrten mit dem zweirädrigen Briefpostwagen her. Am 1. August 1878 erhielt Zirndorf die erste Telegraphenstation.
 
Nach dem Tode von Hermann Michel kaufte im Herbst 1880 Apotheker Gustav Adolf Majer die Apotheke und wurde am 1.Januar 1881 auch zum "königlich bayerischen Postexpeditor" ernannt. Als am 30.November 1890 die Lokalbahn Fürth-Zirndorf eröffnet worden war, stellte die Karriolpost ihre Fahrten ein, die Postgüter wurden von nun an per Bahn befördert.

Im Jahre 1891 übernahm der damalige Diäter (Hilfsangestellter) Lorenz Zuckermeyer den Zirndorfer Postdienst und zog in den Neubau Schulstraße 9. Nach dem Tod von Gustav Adolf Majer übernahm nach der Jahrhundertwende sein Sohn Otto Majer die Apotheke. Im Gedenkjahr 1932, also 300 Jahre nach der Schlacht an der Alten Veste, wurde das Anwesen vollständig renoviert.

Die außen liegende Freitreppe musste dem zunehmenden Straßenverkehr weichen, die beiden Schaufenster entstanden und ein zweites Stockwerk wurde neu geschaffen. Gleichzeitig erhielt die Apotheke ihren heutigen Namen "Gustav-Adolf-Apotheke" und den Zirndorfer Turm als Firmenzeichen. Erinnert wird mit diesem Namen an den Schwedenkönig Gustav Adolf, aber auch an den früheren Apotheker Gustav Adolf Majer. Otto Majer führte die Apotheke bis zu seinem Tode am 15.November 1961. Danach übernahm seine Tochter Hildegard Hummelmann, geb. Majer die Leitung, die schon 1976 im Alter von 50 Jahren völlig überraschend verstarb.
 
Danach erlebte die Gustav-Adolf-Apotheke unter der Erbengemeinschaft Hildegard Hummelmann Nachfolger mit Anneliese Gründler, Elfriede Winter, Leonhard Linz und Paul Fröhlich einen viermaligen Pächterwechsel bis der Sohn Rolf Hummelmann am 1. Januar 1990 den elterlichen Betrieb übernahm. Heute setzt er als Inhaber und Leiter der Apotheke die Familientradition in der vierten Generation fort. Obwohl sich das Erscheinungsbild der Fassade und Offizin im Laufe der Jahre kaum verändert hat, entstand im Hintergrund ein modernes Dienstleistungsunternehmen mit High-tech-Ausstattung vom Feinsten.


Der Slogan:
"Seit vier Generationen - im Einklang mit
Natur und Familie"

wird von uns täglich neu mit Leben erfüllt.